Der Konvoi "humanitäre Hilfe" - Конвой гуманитарной помощи

Seit über 20 Jahren fahren wir mit Hilfsgütern jeder Art in den Oblast Gomel, den am stärksten nach der Reaktorkatastrophe 1986 vertrahlten Bezirk.

Der 'Oblast' Gomel ist ungefähr vergleichbar mit dem Land Niedersachen und  viele Stunden Fahrtzeit sind nötig, um die weit von einander entfernten  Dörfer und Kleinstädte zu erreichen. Unser Ziel ist die persönliche Übergabe der Pakete. Und auch nach über 27 Jahren ist eine Hilfe für die Menschen dort in der verstrahlten Zone weiterhin unbedingt nötig. Unterstützung die von Herzen kommt, für Familien, alte  und kranke Menschen, für Kindergärten und Schulen  und für das Bezirkskrankenhaus in Rogatschow.

Gerade jetzt kommt zur großen gesundheitlichen Problematik auch noch die wirtschaftliche Not hinzu. Kostete vor 2010 der Euro noch 2.700 BLR (Rubel), wird er heute mit über 18.000 gehandelt. Und die Löhne sind kein bisschen gestiegen. Auf den Dörfern gibt es keine Arbeit mehr, in den Städten keine Gärten zur Selbstversorgung. Probleme, die wir hier in dieser Größenordnung nicht (mehr) kennen. Der Durchschnittslohn lag (Nov. 2012) bei 250-300 Euro, die Preise sind bis auf wenige Grundnahrungsmittel auf gleichem Niveau wie in Deutschland.

Eine Auswahl  alter Bilder (1990-2000), sowohl Konvoi wie auch Ferienaktion, würde ich gern in unseren Seiten aufnehmen und freue mich über Fotomaterial mit Jahresangabe und kurzer Notiz über Ort und evt. Personen.

Paul Stadler, Administrator dieser Seiten

Bötersen, 14.03.2015