Kinderferienaktion - warum?

Die Chronologie der Ferienaktion im Kirchenkreis Rotenburg (Wümme)

Ein kleiner chronologischer Abriss unserer Ferienaktion für geschädigte Kinder und junge Mütter aus der verstrahlten Zone Weißrusslands.

Im Südosten der Republik, im Oblast Gomel liegt der größte Teil des durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986 in Mitleidenschaft gezogenen Gebietes. Tschernobyl bzw. Pripjat liegt in der Ukraine, ca. 20 Kilometer von der Stadt Komarin, der südlichsten belarussischen Stadt am Dnepr entfernt.

KFA - Warum führen wir die Kinderferienaktion durch?

Durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 1986 ist der Welt vor Augen geführt worden, welche Folgen das Versagen atomarer Technologien hat. Die riesigen Landflächen, die radioaktiv verseucht sind, und viele Hunderttausende von Menschen, die in ihrer Gesundheit betroffen sind und noch sein werden, ist für Belarus eine gewaltige Bürde.

1990     Ehepaar Stoevesandt (Neuenkirchen) bringt die Idee der Erholung für Kinder aus den verstrahlten Gebieten Weißrusslands mit und stellt sie der Landessynode vor, die sich schon bald zu der Ferienaktion entschließt.

1991     In ganz Niedersachsen kommt es zu einer großen Welle der Hilfsbereitschaft. 900 Kinder und 90 Betreuerinnen und Betreuer können sich bei der 1. Ferienaktion für vier Wochen in Gastfamilien erholen, davon 74 im Bereich Schneverdingen. Spiele im Freien! 5 Jahre nach der Katastrophe lassen die Eltern in Gomel ihre Kinder lieber immer noch im Haus spielen. Tränenreicher Abschied mit der bangen Frage:“ Werden wir uns wiedersehen?“

1991     Im November startet der erste Hilfskonvoi aus Neuenkirchen nach Gomel (Stadt) und Vetka (Dorf), um dort dringend benötigte Medikamente und Lebensmittel persönlich zu übergeben.

1992     Am 5. Januar fährt der Hilfskonvoi aus dem gesamten KK Rotenburg nach Belarus, der sich nun jährlich wiederholt, mit Evelyn Stoevesandt, Eckhard Schmidt (Neuenkirchen) Hartmut Ladwig, Heike Bade, Gustav Brauns (Rotenburg), Hans-Hermann Ruschmeyer (Fintel) Barbara Koll (Schneverdingen). Uns erwartet: Verlassene Dörfer, zugenagelte Fenster und Türen, Flucht vor der Verstrahlung. Begegnungen mit kinderreichen Familien in Gomel, russisch orthodoxer Weihnachtsgottesdienst.

1992     116 Kindereinladungen darunter zum ersten mal Mutter und Kind.

1994     Erste Begegnungsreise mit Gasteltern nach Belarus.

1997     Medizinische Hilfe für das Krankenhaus in Rogatschow (Bezirksstadt)

1999     Wirbelsäulenoperation: Dima Kowlaajewski aus Belizk (Dorf)

2000     Hospitation von Dr. Yuri Pashkjewitsch (Chirurg in Rogatschow) im Krankenhaus Soltau. In der Neuen Str. 22 beginnt die Arbeit: Annahme von Bekleidung, Sortierung und packen von Paketen für bedürftige Familien.

2002     Beinprothese für einen jungen Familienvater

2004     Konzertreise im Kirchenkreis: Ensemble „Zaryanka“ aus Gomel

2005     Der deutsche Botschafter in Minsk Dr. Martin Hecker besucht mit uns das Dorf Belizk, Heimatort vieler Ferienkinder.

2006     20 Jahr nach Tschernobyl, 1700 selbst gegossene Kerzen werden rund um die Peter- und Paul-Kirche und im Gottesdienst in Schneverdingen entzündet.

2007     Im Mai reist Barbara Koll für vier Wochen durch Weißrussland. In Lebedewo erlebt sie den Abschied und die Trauerfeier von der 12-jährigen Christina

2007     www. Tschernobylhilfe-ROW.de - Uunsere Internet Seite entsteht.

2008    Erlebnisreiches Zeltlager in Lenste an der Ostsee

2009     Erster Aufenthalt für Tamara Anikeewa und 6 Jungs im Heidenhof. (Renate-Szlovak-Stiftung)

2010     Begrüßungsgottesdienst der Ferienkinder. Die Predigt hält Pastor Armin Sauer (Uelzen) ehemals Peter-und-Paul Gemeinde Schneverdingen

Ferienaktion, das ist:

Erholung für die Kinder und Mütter, zum ersten mal Fliegen, Ausflüge, Baden im Hallenbad, Radfahren, Schlafen im Zelt, Leben in einer erst fremden Familie und weit weg von zu Hause, Stockbrot am Feuer, Fußball spielen, Eis essen, Begrüßung und Abschied im Gottesdienst, Tanzen und am Strand der Ostsee toben...   Gemeinsam freuen wir uns auf diese Zeit.

Begegnung ist der rote Faden, der sich durch die 20 Jahre Ferienaktion zieht. Es sind Freundschaften entstanden und enge Kontakte aus unseren Kirchengemeinden zu einzelnen Dörfern in Belarus.

(Barbara Koll)

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KONTAKTE

Barbara Koll

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Tschernobylhilfe
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Koordinierungskreis
Ferienaktion
Barbara
KOLL
Kirchenkreis-Koordinatorin Tschernobyl
Auf der Lust 19
29640
Schneverdingen
Tel.: 
(05193) 6851
Mobil: 
016096707345